Im Camp zum Champ


Wer in der kommenden Medenspiel-Saison oder auch danach gegen seine Gegner ein erfolgreiches Tennis zeigen will, muss dafür trainieren – und zwar am besten im Urlaub mit einem Star-Coach. Was das bringt? Mannschafts-Spieler Gerhard Fuhrmann testete Club und Tenniscamp mit Alexander Waske im Aldiana Fuerteventura.

Star-Coach Alexander Waske (l.) und Gerhard Fuhrmann

Der Trainer hat genau hingeschaut und rät: „Den Schlag schon im Laufen vorbereiten, Ball anschauen, Schläger rechtzeitig ausholen und runter in die Knie – das ist alles“. Ich konzentriere mich. Und tatsächlich – ein hilfreicher Tipp: Aus meiner geschobenen Vorhand wird plötzlich ein Geschoss. „So will ich das sehen“, lobt Alexander Waske und schon wieder schlägt meine voll durchgezogene Vorhand krachend in den Zaun. Wow – ist das ein Schlag gewesen. So und nicht anders lieben es die Aldiana-Coaches. Ein Rat und schon zeigen sich erkennbare  Fortschritte. Kein Wunder: Der Trainer ist nicht irgendwer – es ist Alexander Waske (38), der beim Clubveranstalter Aldiana sein Debüt bei den Camp-Wochen gibt. Ansonsten betreibt er mit seinem Partner Rainer Schüttler (beide ehemalige Davis-Cup-Spieler) eine Tennis University in Offenbach (www.tennis-university.eu) und betreut seit neuestem den deutschen Spitzenspieler Tommy Haas. Ebenso bereiten sich dort die beiden deutschen Spitzenspielerinnen Andrea Petkovic und Angelique Kerber auf ihre Profi-Tournee vor. Klar, dass die Tipps von solch professioneller Stelle von mir und zwölf weiteren Kursteilnehmern gierig angenommen werden – aber nicht in Deutschland, sondern im Aldiana Club auf Fuerteventura.

Das Resort am 20 Kilometer langen Strand von Jandia im Süden der Insel ­liegt auf auf einer Felsenklippe – übersät mit kleinen, weißen Häuschen und roten Dächern drauf. Das 230.000 qm große Gelände gleicht einem botanischen Garten – mit über 350 Pflanzenarten und 800 Palmen und integriert 361 Wohneinheiten (Hotel plus Bungalows) für 600 Gäste. Darunter für die verwöhnte Klientel 15 Atlantik-Luxus-Suiten mit unverbauten Meerblick, wo Frühstücks-Service gegen Gebühr den Gast Tag für Tag verwöhnt. Für alle jedoch gleich: Restaurant, Ladenstraße, Bodega, Theater, Disco, diverse Sportstätten sowie im Zentrum die große Poolarea mit weitläufigen Liegeflächen.

Aktivitäten, gutes Essen, bestes Wetter: Ich entdecke zudem noch eine angenehme Seite des Clubs: Das Alegria-Wellness-Center mit Hallenbad, Saunas (beide umsonst), Massage und Beauty-Abteilung zur Verfügung. Die Fitness-Freaks unserer Tennisgruppe treffen sich nach dem Training an den zahlreichen Geräten im Studio. Andere wiederum zieht es lieber zu den meist kostenlosen Outdoor-Aktivitäten. Beispielsweise Bogenschießen, Beach-Volleyball, Soccer, Minigolf, Biken, Nordic Walking und natürlich Wassersport satt. Sei es Surfen, Segeln, Wellenreiten oder Tauchen im Unterwasser-Naturschutzpark – für all diese Angebote stehen erfahrene Kräfte zur Seite und vermitteln in individuellen Kursen ihr Wissen. Bei unseren Teilnehmern sind einige mit dem Nachwuchs angereist. Der muss natürlich von früh bis Abend beschäftigt werden. Kein Problem: Erfahrene Animateure kümmern sich ganztägig um den Nachwuchs von zwei bis 17 Jahren. Im Flipperclub (mit eigenen Pool) ist Spiel und Spaß angesagt und für die Älteren stehen im Teenie-Planet spezielle Programme auf dem Tagesplan.

Somit können die Eltern ungestört die Campwoche absolvieren. Auf vier der 12 Quarzsandplätzen (zwei mit Flutlicht) sind Star-Coach und seine vier Assistenten bei der Arbeit. Jeder der fünf Trainer betreut maximal drei Spieler. An jedem der fünf Tage (zwei Stunden tägliches Üben) wechseln sich die Trainer ab, so dass jeder von uns mehrere Stunden mit Alexander Waske an seinem Können feilen kann. Egal, welches Niveau wir aufweisen – die Fünf helfen geduldig jeden bei Grundschlägen, Volley, Aufschlag und Smash. „Die Leidenschaft für den Sport muss da sein! Man muss hart arbeiten, Ratschläge annehmen – und dementsprechend umsetzen“ will Waske von den Teilnehmern sehen „und ich kann meine Trainingserfahrungen mit Haas, Petkovic und Kerber in dosierter Form direkt an die Gruppe weitergeben“. Am Ende des Camps gibt es Fotos und Autogramme für jeden. Mein Fazit: Wenn ich die Trainingseinheiten Revue passieren lasse und mich erinnere, dass ich gegen einen Profi wie Waske den einen oder anderen Punkt erzielt habe, gibt es mir im Augenblick das Gefühl, dass sich meine Gegner zu Hause warm anziehen dürfen.

Die Star-Camps kosteten 355 Euro für fünf Tage jeweils zwei Stunden. Wer nur drei Tage bucht, zahlt für sechs Stunden 255 Euro. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen 225 Euro für drei Tage je zwei Stunden und 295 Euro für fünf Tage und zehn Stunden. Angeboten werden Aldiana-Camps nicht nur mit Alexander Waske, sondern auch mit Anders Järryd (Zypern und Fuerteventura), Tomas Smid (Side), Jan Gunnarsson (Andalusien, Djerba, Fuerteventura und Alcaidesa), Magnus Larsson (Zypern), Michael Mortensen (Tunesien), Karel Novacek (Andalusien) und David Prinosil (Zypern).

Wer als Gast zum Camp keine Lust hat, muss nicht auf kompetentes Training verzichten: Einzelunterricht (3 x 45 Min.) kosten 114 Euro, 6 x 45 Min. kosten 216 Euro und 10 x 45 Min. kosten 350 Euro. Zweier-/Partnerkurse mit 5 x 60 Min kosten 135 Euro und 5 x 90 Min 189 Euro pro Person. Gruppenkurse für Erwachsene gibt es ab 135 Euro (6 Stunden) und 189 Euro (10 Stunden), Kinder von 4 bis 12 Jahren trainieren 3 Stunden (59 Euro) oder 5 Stunden für 89 Euro; Jugendliche (13 bis 17 Jahre) müssen für 3 x 90 Min. 88 Euro und für 5 x 90 Min.139 Euro bezahlen.

Infos:
www.aldiana.de

Autor: Gerhard Fuhrmann

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